Billigfleisch und Preisstrategien im Detailhandel: Wer trägt die Verantwortung?

«Präsident von Faire Märkte Schweiz übt Kritik», heisst es im Beitrag von Martin Schmidt und Ulrich Rotzinger im Blick

Die Preisgestaltung im Detailhandel, insbesondere bei Fleischprodukten, sorgt zunehmend für Diskussionen. Im Beitrag vom Blick bringt Präsident Stefan Flückiger die Problematik auf den Punkt: ‚«Nicht die Kundschaft ist schuld am Griff zum Billigfleisch, sondern der Handel», sagt er. Sein Vorwurf: Der Detailhandel würde den Konsumenten den Griff zum Billigfleisch viel zu schmackhaft machen. «Die Anbieter fahren bei Label-Produkten eine Hochpreisstrategie und setzen beim Discount-Standard auf Tiefpreise. Bei einer derart grossen Preis-Differenz ist es nur logisch, dass die preissensible Kundschaft zu den deutlich günstigeren Produkten wechselt.»‚

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‚Flückiger hält diese Preisstrategie für gefährlich. «Die Detailhändler übertreiben bei den Preisunterschieden völlig. Bei den Label-Produkten mit höheren Tierwohlstandards wird einfach verlangt, was die Kunden zu zahlen bereit sind. Die Preise basieren nicht auf den effektiven Produktionskosten.»

Er nennt das Beispiel Rindsplätzli: Hier kostet das Kilogramm Discount-Standard gemäss Auswertung von Faire Märkte Schweiz in der Produktion 10.70 Franken und wird im Supermarkt für 33.95 Franken angeboten. Beim Bio-Standard liegt der Produzentenpreis nur 2 Franken höher. Verkauft wird das Kilogramm aber für 66.25 Franken – also den doppelten Preis. «Die beiden marktmächtigen Detailhändler wären hier in der Verantwortung», sagt Flückiger. Coop und Migros kommen bei Lebensmitteln zusammen auf einen Marktanteil von rund 70 Prozent.‘

Der Blick fragt weiter: «Geht der Preiskampf zulasten der Bauern?»

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