«Ohne faire Marktbedingungen gelingt der Wandel zu mehr Tierwohl nicht»

«Ohne faire Marktbedingungen gelingt der Wandel zu mehr Tierwohl nicht»


Wie schaffen wir eine nachhaltige Landwirtschaft und tiergerechte Ernährungssysteme? Co-Geschäftsleiterin und Projektmanagerin Stéphanie Lichtsteiner beleuchtet im Gastartikel bei KAGfreiland, warum faire Marktbedingungen entscheidend sind, um Veränderungen in der Tierhaltung dauerhaft zu verankern.

📖 Jetzt den Artikel hier lesen: www.kagfreiland.ch/_metanavi/aktuelles/gastbeitrag-faire-maerkte-schweiz/

«Nur in gesunden und nachhaltigen Wertschöpfungsketten können Veränderungen dauerhaft bestehen.» – KAGfreiland

Der Verein Faire Märkte Schweiz teilt die Meinung der KAGfreiland und engagiert sich gesellschaftlich und politisch für fairere Marktbedingungen und eine nachhaltige Landwirtschaft in der Schweiz – zugunsten der Produzierenden, der Umwelt und des Tierwohls.

Folgen:

Weitere Beiträge

Faire Märkte Schweiz fordert: Keine Gemüse-Produzentenpreise ein Jahr im Voraus festlegen

Migros soll Produzentenpreise für Gemüse nicht ein Jahr im Voraus festlegen dürfen: Das fordert die Fairness- und Transparenzorganisation Faire Märkte Schweiz (FMS). Denn Wetter, extreme Hitze, Krankheiten und Schädlinge beeinflussen die Produktionsbedingungen und damit auch die Kosten. Laut FMS dürfen diese Risiken nicht alleine von den Produzenten getragen werden, und die zentralen Kosten müssen bei der Preisfixierung bekannt sein.

FMS unterwegs: Stakeholder-Workshop Recht auf Nahrung

Wie können alle Menschen in der Schweiz selbstbestimmt und in Würde Zugang zu gesunder und nachhaltig produzierter Nahrung erhalten? Und wie lässt sich dies mit fairen Einkommen entlang der Wertschöpfungskette verbinden? Diese Fragen standen im Zentrum des Stakeholder Workshops “Ein Recht auf Nahrung?” von FIAN Schweiz und One Planet Lab am 14. Oktober 2026 in Zürich. Faire Märkte Schweiz nahm am Austausch teil. Ziel war es, Erfahrungen zur Umsetzung des Rechts auf Nahrung und zum Aufbau von Ernährungskassen zusammenzutragen und deren Potenzial zu diskutieren.

Lokale Lebensmittelnetzwerke für mehr Versorgungssicherheit

Das bisherige Wetter 2026 liess niemanden kalt: Extreme Hitze, Trockenheit und lokale Hageleinbrüche haben der Landwirtschaft zugesetzt. Bei Kartoffeln und Mais konnten teilweise nur 20% der üblichen Ernte eingefahren werden, Kühe mussten vorzeitig geschlachtet werden und in den Alpen fand sich kaum mehr Gras zum Weiden. Diese Ereignisse haben gezeigt: Unser Ernährungssystem ist fragil und die Versorgungssicherheit nicht immer gegeben. Mit dem lokal+fair-Tag begegnet der Verein Faire Märkte Schweiz dieser Situation und stärkt regionale Vermarktungssysteme und kurze Lieferketten für ein resilientes Ernährungssystem.

Import-Profiteure sollen sich outen müssen

Aus Gründen der Versorgungssicherheit muss in heiklen Wertschöpfungsketten bei Lebensmitteln Transparenz bestehen. Schlüsselimporteure sollen ihre Importe transparent machen müssen: Das fordert der neue Vorstoss von Nationalrat Hans Jörg Rüegsegger. Die Motion geht in die gleiche Richtung wie die Forderung des Vereins Faire Märkte Schweiz (FMS). Diese hatte vor wenigen Wochen über das Öffentlichkeitsgesetz beim BAZG Antrag auf Transparenz verlangt.