
Monatsbericht Mai
Letzte Woche ereignete sich ein wichtiger Meilenstein in der jungen Geschichte von Faire Märkte Schweiz: Am 22. Mai 2024 haben wir die erste Anzeige bei
Aktuelle Informationen und News

Letzte Woche ereignete sich ein wichtiger Meilenstein in der jungen Geschichte von Faire Märkte Schweiz: Am 22. Mai 2024 haben wir die erste Anzeige bei

Viele Bauern geben auf, die Knochenarbeit lohnt sich oft nicht mehr: Im Berggebiet etwa beträgt ihr Stundenlohn gerade einmal knapp 13 Franken, wie eine aktuelle Studie des Bundesrates aufzeigt. Eine Lösung: Direktvermarktung und alternative Absatzkanäle. Ein neues Projekt will hier ansetzen, denn trotz steigendem Bewusstsein für lokale Produktion ist Direktvermarktung noch lange kein Selbstläufer, der Absatz harzt.

Der Verein Faire Märkte Schweiz (FMS) hat Anzeige bei der WEKO eingereicht. Der Grund für die Anzeige: Der Missbrauch von Marktmacht in der Wertschöpfungskette von Backmehl. Ungerechtfertigte Bereicherungen von marktmächtigen Unternehmungen zu Lasten von Produzenten und Konsumentinnen sollen abgestellt werden.

Der FMS-Video zu den Hintergründen des Engagements Selfcheck, Preismonitor, eine Melde- und Beratungsstelle und vieles mehr: Warum engagiert sich Faire Märkte Schweiz (FMS) für die

Was bedeutet Fairness in der Landwirtschaft? Faire Märkte Schweiz hat diese Frage in seinen strategischen Zielen verankert: «Wir engagieren uns für faire Märkte, in denen

Viel wird aktuell diskutiert über die Schweizer Bauern und Bäuerinnen. Doch wie schätzen diese selbst ihre Situation ein? Eine neue Erhebung zeigt alarmierende Trends im Agrarsektor auf: Laut dem FMS-Selfcheck, der Fairness in der Vermarktung und Preisbildung untersucht, fühlt sich eine deutliche Mehrheit der Landwirte gegenüber ihren vielfach marktmächtigen Abnehmern benachteiligt, was wettbewerbsrechtliche Relevanz haben könnte.

Hohe Preise reduzieren die Konkurrenzfähigkeit von Bioprodukten gegenüber Standardprodukten beträchtlich. Dies bestätigt die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) mit den heute veröffentlichten Ergebnissen der Zweitauflage des Preismonitors von Faire Märkte Schweiz (FMS): Die Preisschere zwischen Bio- und konventionellen Produkten bei den beiden Grossverteilern Migros und Coop bleibt bestehen und hat sich bei einigen Produkten sogar noch vergrössert.

Die aktuellen Entwicklungen in der Milchproduktion werfen ein Schlaglicht auf eine zunehmende Diskrepanz zwischen den theoretisch festgelegten Preisen und der Realität für die Milchproduzenten. Faire Märkte Schweiz (FMS) hat eine Analyse vorgenommen, die zeigt, wie weit die Praxis von den offiziellen Richtpreisen der Branchenorganisation Milch (BOM) abweicht.

Der Unmut in der Landwirtschaft ist gross, insbesondere in der Milchproduktion, weil dort die wirtschaftliche Situation der Produzenten angespannt und ihre Arbeit pro Stunde sehr schlecht entschädigt wird (nach Buchhaltungsauswertung Agroscope liegt derzeit der Arbeitsverdienst pro Stunde bei einem mittleren Milchbetrieb in der Hügelzogen/Bergzone 1 bei 10.70/h, darin sind die Direktzahlungen des Bundes nicht berücksichtigt). Bei Faire Märkte Schweiz (FMS) haben sich mehrere Milchbauern gemeldet, die aus Angst vor Konsequenzen durch die Abnehmer nach aussen nicht in Erscheinung treten wollen. FMS hat ihre Unterlagen geprüft und als repräsentativ für die aktuelle Situation in der Milchproduktion beurteilt.