Marktmacht von beiden Seiten, AP2030+ und Fairness für Mensch, Tier und Umwelt: Monatsbericht Februar 2026

Marktmacht von beiden Seiten, AP2030+ und Fairness für Mensch, Tier und Umwelt: Monatsbericht Februar 2026

Bundesrat will Marktbeobachtung stärken” heisst es im Titel der Medienmitteilung des Bundesrates vom 18. Februar. Diese und weitere Forderungen von Faire Märkte Schweiz hat der Bundesrat für die Agrarpolitik 2030+ aufgenommen. Unser Lobbying zeigt Wirkung! Bei den Transparenzforderungen geht es auch anderswo vorwärts: Unter dem Thema “Marktmacht von beiden Seiten” hat das 10vor10 unsere neue Recherche vorgestellt.

Im Fokus

Neue FMS-Recherche: Erlös- und Einkommensentwicklung wesentlich von Marktstrukturen geprägt

Mit der neuen Recherche konnte Faire Märkte Schweiz aufzeigen, wie die Produzentinnen und Produzenten im Markt zunehmend eingeklemmt sind. Zwischen marktmächtigen Lieferanten auf der einen Seite und dominanten Abnehmern auf der anderen fehlen ihnen die Möglichkeiten, faire Preise durchzusetzen. Sowohl vorgelagerte Stufen als auch der Detailhandel üben starken Druck aus, so dass erkämpfte Preiserhöhungen von den verteuerten Vorleistungskosten ‘weggefressen’ werden. Mit einer Systemanalyse haben wir im letzten Jahr dieses Thema in Angriff genommen (vgl. FMS-Systemanalyse) und verstärken in diesem Jahr die Massnahmen dagegen. Eine weitere Ursache für die unbefriedigende Situation ist die aggressive Tiefpreispolitik im Detailhandel, die erste Spuren hinterlässt. Obwohl die Produzentenanteile zugenommen haben – seit Gründung ein zentrales Anliegen des FMS – , sind klare Anzeichen von einer Preisspirale nach unten vorhanden. Es drohen tiefere Produzentenpreise bei konventionellen Produkten – in einem späteren Schritt auch bei Label- und Bio-Produkten.Hier finden Sie den Link zur Medienmitteilung und zum 10vor10-Beitrag. Lesen Sie zudem hier den Beitrag im Schweizer Bauer. 

Kurzmeldungen

Bundesrat schlägt Eckpfeiler für neue Agrarpolitik ein: FMS sieht Fortschritte

Der Bundesrat hat am 18. Februar 2026 seine Pläne zur künftigen Agrarpolitik ab 2030 vorgestellt (AP30+). Unter dem Titel “Gutes Funktionieren der Märkte unterstützen” präsentiert er verschiedene Massnahmen zur Verbesserung der Preistransparenz und Wettbewerbssituation in den Agrar- und Lebensmittelmärkten. Damit kommt er zentralen Forderung von Faire Märkte Schweiz entgegen.Was fehlt: Massnahmen gegen den Marktmachtmissbrauch, mit denen die Wettbewerbsbehörden wirksam gegen Marktversagen vorgehen könnten. Ebenso Zielvereinbarungen mit dem Detailhandel, die nicht freiwillig, sondern verpflichtend sind, damit die vom Bundesrat verabschiedete Transformation hin zu nachhaltigen Ernährungssystemen wieder auf Kurs kommt (Medienmitteilung von FMS).

Blick von aussen

Wie erzielt man die nötigen Verbesserungen für Umwelt, Tierwohl und Mensch? Eine der grössten Hebelwirkungen ist die Schaffung fairer Märkte. Dem hat sich der FMS verschrieben. Eine der Grundlagen hierfür ist die Information über Missstände und Lösungswege, so dass konkrete Massnahmen ergriffen werden können. Lesen Sie in folgenden Berichten mehr: ‘Auch Faire Märkte Schweiz (FMS) ist stark besorgt über die Situation am Milchmarkt.’ (Schweizer Bauer), ‘Faire Märkte Schweiz kritisiert: «Die Landwirtschaft müsste ein grösseres Stück vom Kuchen abschneiden»’ (Bauernzeitung), ‘Schweizer Landwirtschaft unter Druck’ (nau.ch), ‘Bundesrat will Verantwortung für Lebensmittelproduktion ausweiten’ (foodaktuell.ch), ‘FMS begrüsst verbesserte Marktbeobachtung’ (Bauernzeitung), FMS-Vizepräsident Prof. Dr. Mathias Binswanger zum Getreidemarkt (Bauernzeitung), FMS zum Milchmarkt (Tages-Anzeiger)

4. Juni 2026, 16.30: FMS-Mitgliederversammlung 2026

Wie bereits 2025 als Save the Date mitgeteilt bzw. eingeladen, findet am Donnerstag, 4. Juni 2026, die FMS-Mitgliederversammlung statt. Wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch in der Versammlung, spannende Einblicke bei unserem Partner Menu and More AG  und beim anschliessenden Umtrunk. Mitglieder melden sich bitte unter folgendem Link hier an. Sind Sie noch kein Mitglied? Tragen Sie sich noch heute ein hier (Passivmitgliedschaft: sFr 50, Aktivmitgliedschaft: sFr 100) und nehmen auch Sie teil am 4. Juni. 

Cécile und Katia vom Leitungsteam der Molki Stäfa (v.l.n.r)

lokal+fair-Betrieb: Die Molki Stäfa hat eine regionale Ausstrahlung

Die Molki Stäfa ist das Fachgeschäft für erlesene Milchprodukte, ausgereifte Käsespezialitäten und eine frische Früchte- und Gemüseauswahl. Das Herzstück bildet das einzigartige Käseangebot aus über 350 verschiedenen Käsesorten – viele davon von Käsereien aus den umliegenden Regionen wie dem Zürcher Oberland oder dem Toggenburg. Derzeit ist Raclette Saison mit über 35 verschiedenen Raclette Sorten – vom rezenten Berghofkäse, dem beliebten rauchigen bis zu einem delikaten Trüffelraclette.Das Team, das mittlerweile auf 15 Personen angewachsen ist, bedient Sie nicht nur mit Elan und Kompetenz im Laden, sondern geht auch gerne auf Ihre Wünsche für Partyplatten und Geschenkkörbe ein.

Webseite: www.molki-staefa.ch

Kontakt:

Bahnhofstrasse 28

8712 Stäfa

044 926 57 30

info@molki-staefa.ch

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