Faire Märkte Schweiz unterstützt Motion für Versorgungssicherheit – Konzentration erhöht Risiko von Marktversagen und Versorgungsengpässen

Faire Märkte Schweiz unterstützt Motion für Versorgungssicherheit – Konzentration erhöht Risiko von Marktversagen und Versorgungsengpässen

Die Verankerung von regionalen Strukturen zur Stärkung der Versorgungssicherheit muss Teil der Sicherheitspolitischen Strategie 2026 werden. Das fordert die heute eingereichte Motion von Nationalrat Hans Jörg Rüegsegger Versorgungssicherheit im Bereich der Ernährung, 26.3381. Dezentral organisierte Wertschöpfungsketten sind eine zentrale Forderung von Faire Märkte Schweiz (FMS). Damit lassen sich nicht nur systemische Risiken für die Versorgung reduzieren, sondern auch die Funktionsfähigkeit der Märkte durch Abhängigkeiten von einem oder wenigen Anbietern verbessern.

In entscheidenden Bereichen wie Fleisch, Milch oder Getreide haben sich Verarbeitungskapazitäten stark verdichtet. Die zunehmende Bündelung in wenigen Unternehmen und an wenigen Standorten schwächt das gute Funktionieren der Märkte. Sie schafft strukturelle Abhängigkeiten für Produzenten, Verarbeiter und Abnehmer und erhöht das Risiko, dass einzelne Akteure ihre Stellung zulasten anderer Marktteilnehmer ausnutzen.  Heute werden beispielsweise zwei Drittel des Brotgetreides von zwei Mühlen an zentralen Standorten im Mittelland verarbeitet.

Für Faire Märkte Schweiz ist das Ziel der Motion (1) zur Versorgungssicherheit von Nationalrat Hans Jörg Rüegsegger (svp., BE) ein Kernanliegen. Regionale und diversifizierte Liefer- und Wertschöpfungsketten sollen in der Sicherheitspolitischen Strategie 2026 gezielt verankert werden. Nur eine breiter abgestützte Verarbeitungslandschaft verhindert übermässige Marktungleichgewichte, reduziert die Gefahr unzulässiger Verhaltensweisen marktbeherrschender Unternehmen und sorgt dafür, dass Märkte auch in Krisen funktionsfähig bleiben. 

(1) www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20263381

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